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Kolumne
Ungerecht
Warum Herr Schumacher auf einer asphaltierten Insel im Kreis fahren darf und wir nicht.
Wenn man’s schon dicke hat, dann kommt’s meistens noch dicker. Im positiven Sinne natürlich. Während sich arme Studenten die Reise zu einer beruflich wichtigen Tagung von ihren kärglichen Mahlzeiten absparen müssen, fliegt der Professor auf Kosten der Universität erster Klasse. Während der hoch bezahlte Manager im VIP-Bereich sogar kulinarische Preziosen wie Erdnüsse umsonst futtert, blättert der gemeine Arbeiter in der Supermarktkette seines Vertrauens dafür viel Geld hin.
Und Michael Schumacher? Der hat aufgehört, das Gaspedal ganz doll durchzutreten und wird dafür großzügig belohnt. Er bekommt seinen Dienstwagen, einen Ferrari A-Irgendwas, geschenkt. Und der Emir von Dubai legt noch eine Insel drauf. Liegt ja nahe, die Insel zu asphaltieren und darauf mit dem Ferrari A-Irgendwas seine Runden zu drehen, aber das nur so am Rande. Die Art von Abfindung ist es, die aufhorchen lässt.
Brechen wir es auf funpool-Niveau herunter. Nach 14 Jahren Arbeit bekommt der PR-Mann den Firmenwagen (ein Jahr alt) kredenzt, und irgendjemand, der vom funpool nur peripher gehört hat, spendiert ihm eine Eigentumswohnung. Da sind wir doch dabei. Danke Schumi! Aber halt: Da wären wir wieder am Anfang. Das gilt ja nur für die, die’s ohnehin schon dicke haben.
mbu.
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Kolumne
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